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Per Sammeltaxi ins Präsidentenamt

Der überraschende Gewinner der tunesischen Präsidentschaftswahlen Kais Said wurde vereidigt

  • Von Peter Schäfer
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Für viele Tunesier hat mit dem Amtsantritt des neuen Präsidenten Kais Said am Dienstag eine neue Zeit begonnen. Viele sehen in ihm den ehrlichen Willen zur Umsetzung der revolutionären Forderungen der Jahre 2010 und 2011. So gaben ihm 72,7 Prozent der Wahlberechtigten in der Stichwahl gegen Medienmogul Nabil Karoui, der bis kurz vor der Abstimmung am 13. Oktober wegen Korruptionsvorwürfen in Haft saß, den Vorzug. Said gewann als absoluter Politneuling gegen einen Vertreter der Eliten. Schon in der Vorwahl unterlagen der Kandidat der religiösen Nahda-Partei sowie das aufgesplitterte Gefolge der früher einmal stärksten politischen Partei, Nida Tunis, und viele andere mehr oder weniger säkulare Kräfte.

Mit welchen der 19 anderen Fraktionen sie jedoch überhaupt eine Regierung bilden könnte, ist noch sehr unklar. Bereits die Parlamentswahl vom 6. Oktober veranschaulichte die politische Zersplitterung des Landes. Die Nahda-Partei ging aus dem...


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