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Bauhaus-Architekt und Antifaschist geehrt

Selman Selmanagić (1905-1986) war Architekt, Kommunist und glühender Vertreter der Bauhausarchitektur. Und er gilt als einer der bedeutendsten Designer der DDR. Am Mittwoch wurde ihm zu Ehren als Höhepunkt eines zweitägigen Selmanagić-Symposiums an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee eine Gedenktafel enthüllt. Das Gebäude, an dessen Eingang nun an den legendären ehemaligen Leiter der Architekturabteilung an der Hochschule erinnert wird - ein Anbau an die ehemalige Trumpf-Schokoladenfabrik - hatte Selmanagić im Jahr 1956 selbst entworfen.

Die feierliche Enthüllung der Gedenktafel wurde von der Senatskulturverwaltung und dem Aktiven Museum Faschismus und Widerstand in Berlin veranstaltet. Kultursenator Klaus Lederer (LINKE, 2.v.l.) würdigte Selman Selmanagić mit Blick auf das in diesem Jahr begangene Jubiläum »100 Jahre Bauhaus« als bedeutenden Vertreter der Bauhaus-Lehre, Antifaschisten, Architekten und Hochschullehrer, der einen großen »Beitrag zur kulturellen Bedeutung Berlins und Deutschlands« geleistet habe. Die Gedenktafel entstand im Berliner Tafel-Programm, mit dem seit 1987 vom »Aktiven Museum« und der Historischen Kommission schon 475 Berliner Persönlichkeiten ein Denkmal gesetzt wurde.

Selman Selmanagic, geboren in Srebrenica und gelernter Tischler, hat von 1929 bis 1932 am Bauhaus in Dessau studiert. Von 1939 bis 1945 arbeitete er als Filmarchitekt bei der UFA, war im antifaschistischen Widerstand aktiv. Nach Kriegsende arbeitete er im von Haus Scharoun geleiteten Stadtplanungskollektiv beim Magistrat von Groß-Berlin am Wiederaufbau der Stadt mit. Als Professor für Bau- und Raumgestaltung lehrte er von 1950 bis zur Pensionierung 1970 an der Weißenseer Kunsthochschule. tm Foto: nd/Ulli Winkler

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