Zweifelhafter Investor

Die Signa betreibt in Berlin Bauprojekte in Milliardenhöhe. Woher die Gelder kommen, ist unklar. Von Marie Frank

  • Von Marie Frank
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Der Senat hat keine Kenntnisse über die Herkunft der Milliarden, die die Signa-Gruppe in Bauprojekte in der Hauptstadt investiert. Das geht aus einer parlamentarischen Anfrage der LINKE-Abgeordneten Gaby Gottwald hervor, die »nd« exklusiv vorliegt. Die Wohnungspolitikerin wollte wissen, ob der Senat ausschließen könne, dass die Unternehmensgruppe Mittel aus illegalen Geschäftstätigkeiten wie Geldwäsche oder Steuerhinterziehungen investiert. Hintergrund sind Recherchen über Partner des österreichischen Unternehmens, das in der Hauptstadt mehrere Großprojekte umsetzt, darunter den Umbau des ehemaligen Kaufhauses am Ostbahnhof für Zalando sowie den umstrittenen Abriss und Neubau des Karstadt-Gebäudes am Hermannplatz.

Unter den Investoren sollen sich laut der Anfrage unter anderem eine russische Bank befinden, die von der Europäischen Zentralbank zu Strafzahlungen verurteilt wurde, eine Schweizer Bank, die wegen Geldwäsche beinahe ihr...


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