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Altersarmut ist nicht wegzulächeln

Auch Pflege von Angehörigen gehört entlohnt, sagt Alina Leimbach

  • Von Alina Leimbach
  • Lesedauer: 1 Min.
Beim Thema Pflege hat fast jeder Bilder vor dem inneren Auge: die Großmutter oder Mutter, die die schon papierdünne (Ur-)Oma mit Haferflockensuppe füttert, ihr die Haare kämmt, sie bittet, mehr zu essen: »Mutti, noch diesen einen Löffel.« Die auch nachts immer aufspringt, wenn die zu pflegende Person ruft. Und richtig, Pflegende sind fast immer: Frauen.

Während Mütter und Großmütter versuchen, ihre damit verbundenen Mühen mit einem »Das ist doch selbstverständlich« wegzulächeln, liegen die Dinge in Wahrheit ganz anders. Pflege ist anspruchsvoll, anstrengend und hat materielle Konsequenzen. Nur zwei Zahlen: Wer für die Pflege sechs Monate seinen Job unterbricht, büßt schon neun Prozent seines Lohns ein, bei zwölf Monaten sind es bereits 15 Prozent.

Es bleiben uneinholbare Einkommensverluste. Darauf weist der Sozialverband Deutschland in einem Gutachten zum Thema Altersarmut von Frauen durch häusliche Pflege hin. Die Folge: niedrige Rentenansprüche bis hin zu Altersarmut. Die Forderung der Frauenbewegung ist daher aktuell wie eh und je: Sorgearbeit ist Arbeit und sollte angemessen finanziell entlohnt werden.

Auf keinen Fall darf sie zu Altersarmut führen. In Zeiten, wo Trennungsraten hoch sind und das männliche Ernährermodell glücklicherweise verschwindet, ist es hochrelevant, pflegende Personen individuell abzusichern.

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