Schottland fordert sein zweites Referendum

Regionalregierung will bis Jahresende Londons Segen zu erneuter Abstimmung über Unabhängigkeit

  • Von Reiner Oschmann
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Schottland, das beim britischen EU-Referendum 2016 mit fast Zweidrittelmehrheit für den Verbleib in der Europäischen Union stimmte, will den Brexit des Königreichs nicht widerstandslos hinnehmen. Die Chefin der Regionalregierung, First Minister Nicola Sturgeon von der Schottischen Nationalpartei (SNP), verlangt vielmehr von Regierung und Parlament in London »bis Ende dieses Jahres« die Genehmigung für ein zweites Unabhängigkeitsreferendum in Schottland.

Es soll 2020 stattfinden und werde den Schotten die Wahl geben zwischen Brexit und »einer Zukunft als unabhängige europäische Nation«. Der Brexit, so die Politikerin, erhöhe die Gefahr, »an den Rand gedrängt zu werden« - und dies in »einem Königreich, das international zunehmend selbst an den Rand rutscht«. Beim ersten Referendum über die Unabhängigkeit Schottlands im Jahr 2014 hatten 45 Prozent für und 55 gegen eine Trennung vom Vereinigten Königreich gestimmt. In Umfragen steigen...


Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.