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»Ich verdanke Lula alles«

Brasiliens Ex-Präsident Lula könnte bald aus der Haft kommen. Viele Linke setzen immer noch ihre Hoffnungen in den 74-Jährigen.

  • Von Niklas Franzen, São Paulo
  • Lesedauer: ca. 6.5 Min.
Eigentlich wollte Marciele studieren. Doch dann wurde Lula verhaftet.

Auch an diesem Morgen ist Marciele wieder da. So wie jeden Tag seit fast einem Jahr. »Ich gehe erst wieder nach Hause, wenn er frei ist«, sagt die Zwanzigjährige mit Afro, Zahnspange und großen Kreolen. Mit »er« meint Marciele einen Mann, der rund 200 Meter entfernt in einer kleinen Zelle sitzt: Luiz Inácio Lula da Silva. Seit dem 7. April 2018 ist der ehemalige Präsident von Brasilien in der südbrasilianischen Millionenstadt Curitiba inhaftiert. Seit dem 7. April kampieren Aktivist*innen vor dem Gefängnis. Jeden Morgen, Mittag und Abend schicken sie »ihrem Präsidenten« lautstarke Grüße. Nächste Woche könnte es eine Gerichtsentscheidung geben, durch die Lula möglicherweise freikommt. Viele Linke setzen all ihre Hoffnungen auf den Ex-Präsidenten. Woher kommt der ungebrochene Lula-Hype?

In dem ruhigen Vorort von Curitiba säumen große, umzäunte Häuser mit schicken Vorgärten die Straße. Ein älterer Mann wäscht sein Auto, eine Frau mit...


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