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  • Geldwäsche

Als Geldwäsche-Paradies bekannt

Milliarden aus illegalen Quellen werden jährlich in den legalen Finanzkreislauf geschleust

  • Von Vincent Körner
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Er sei »im Wäscherei-Business tätig«, soll Al Capone einmal in einem Prozess auf die Frage nach seinem Beruf geantwortet haben. Das war nur halb gelogen, der legendäre Gangsterboss hat illegal erwirtschaftetes Geld tatsächlich in Waschsalons investiert, um es so in den legalen Finanzkreislauf einzuschleusen. Das war in den 1930er Jahren, Geldwäsche ist bis heute zu einem riesigen, globalen Problem geworden.

Wie viel Geld aus kriminellen Machenschaften, aus Drogenhandel und Waffenschmuggel, aus Korruption und Steuerhinterziehung weltweit »gewaschen« wird, lässt sich kaum ausmachen. Aber es gibt Schätzungen, etwa vom Internationalen Währungsfonds. Danach sollen zwischen 2 und 5 Prozent des weltweiten BIP aus illegalen Quellen stammen, für 2002 wurde das Volumen auf 590 bis 1.500 Milliarden US-Dollar geschätzt.

Und in der Bundesrepublik? In der offiziellen Kriminalstatistik steigt die Zahl der Geldwäsche-Fälle seit Jahren an – v...


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