Schwäche zur Stärke machen

»Invisible Sue«: Wie wird man eine Heldin wider Willen?

  • Von Felix Bartels
  • Lesedauer: ca. 5.0 Min.

Das ist einer der Filme, die man wirklich mögen möchte. Neben »Unheimlich perfekte Freunde« gehört »Invisible Sue« zu den deutschen Kinderfilmen des Jahres, die sich von Instantnahrung wie »TKKG«, »Die Drei !!!« oder »Ostwind - Aris Ankunft« schon dadurch abheben, dass sie mit einer selbständigen Idee auftreten. Leider zieht der Film es vor, unter der selbst hochgelegten Latte hinweg zu tauchen.

Vielleicht liegt das, wie oft, am deutschen Filmsystem, worin seit elend langer Zeit Köpfe über die Verteilung von Mitteln entscheiden, die vom Genre nichts verstehen und diesen Mangel mit Verantwortungsgefühl ausgleichen. Dadurch haben es artifizielle Filme ebenso schwer wie unbefangen unterhaltsame.

Vielleicht auch bloß hat Markus Dietrich (Autor und Regisseur) zu viel auf einmal packen wollen: einen comicartigen Stoff nicht adaptieren, sondern ad hoc erfinden, dann mit einer kindlichen Hauptfigur, zudem einer weiblichen versehen, und all das ...


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