Kaschmiris wollen, dass die Welt erfährt, was passiert

Die Politikerin Shehla Rashid kritisiert die Menschenrechtsbedingungen in der indischen Krisenregion

  • Von Natalie Mayroth
  • Lesedauer: ca. 3.5 Min.

Am 5. August hat die rechte hindunationalistische Regierung von Ministerpräsident Narendra Modi dem Bundesstaat Jammu und Kaschmir den Sonderstatus entzogen. Am Donnerstag wurde der Bundesstaat Jammu und Kaschmir in zwei Unionsterritorien zerschlagen. Seit mehr als 80 Tagen gilt eine Kommunikationsblockade, die nun etwas gelockert wurde. Doch Internet gibt es weiter nur an von der Regierung eingerichteten Stellen.

Frau Rashid, wie geht es den Menschen in Ihrer Heimat Kaschmir?

Laut Regierung ist dort alles normal. Sie versucht gerade, für alles vereinfachte Erklärungen zu finden, um die Öffentlichkeit zu täuschen. Ein Stück weit stimmt das auch, da die Menschen in Kaschmir nicht mitbekommen, was zehn Kilometer von ihnen entfernt passiert, da die Kommunikation immer noch eingeschränkt ist. Kinder gehen nicht zur Schule, die Universitäten bleiben leer, öffentliche Verkehrsmittel fahren nicht und auch die Softwareparks und Unter...

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