Symbol der Einheit

Südafrika wird immer noch von Rassismus und Armut geprägt. Der WM-Titel im Rugby soll nun die Wende einleiten

  • Von Sandra Degenhardt, Leizl Eykelhof und Christian Hollmann, Yokohama
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.
Schwarz und Weiß vereint im Jubel. Kapitän Siya Kolisi (Mitte mit WM-Trophäe) führte Südafrika in Yokohama zum dritten Rugby-Weltmeistertitel.

Mit dem goldenen WM-Pokal im Arm war sich Siya Kolisi seiner Rolle als Südafrikas neuer Volksheld sehr wohl bewusst. »Alle Kinder in Südafrika zu inspirieren, das ist alles, was ich will«, sagte der Kapitän der neuen Rugby-Weltmeister nach dem erstaunlichen 32:12-Finaltriumph in Yokohama gegen den Favoriten England. Der dritte Titel nach 1995 und 2007 soll der geschundenen Nation möglichst als Signal des Aufbruchs und der Versöhnung dienen, dafür ist Kolisi als erster schwarzer Spielführer in Südafrikas 128-jähriger Rugby-Historie die ideale Symbolfigur.

»Wir haben so viele Probleme in unserem Land. Unser Team kommt aus verschiedenen Lebenswelten, vereint mit einem Ziel«, sagte der 28 Jahre alte Kapitän tief ergriffen in der Stunde des Sieges, zu dem ihm auch Prinz Harry noch in der Kabine gratulierte. Mit viel Herz und Kraft hatten die Springboks den Engländern eine Abreibung verpasst, gekrönt von einer Serie erfolgreicher Straft...

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