Die fünfte Grundrechenart

Christoph Hein über den Anfang vom Ende der DDR

  • Von Karlen Vesper
  • Lesedauer: ca. 10.5 Min.
Christoph Hein spricht am 04.11.1989 auf dem Alexanderplatz.

Herr Hein, im April 1989 wurde am Staatsschauspiel Dresden Ihr Stück »Die Ritter der Tafelrunde« uraufgeführt, das als Persiflage auf das greise, in Agonie befindliche Politbüro der SED und als Prognose des Untergangs der DDR interpretiert wurde.

Fälschlicherweise. Natürlich habe ich die DDR mitgedacht. Ein Schriftsteller arbeitet ja nicht in einem sterilen, hermetisch abgeriegelten, versiegelten Raum, sondern wird beeinflusst von der Gesellschaft, vom Staat, in dem er lebt. Die Arbeit an dem Stück hatte ich schon 1987 beendet, als das Ende der DDR noch unvorstellbar war. Die Interpretation, meine »Ritter der Tafelrunde« würden deren Untergang prophezeien, liegt vermutlich an der Kunst, Wahrnehmungen atmosphärisch zu verdichten.

Sie haben Anfang ’89 weder geahnt noch gehofft oder befürchtet, dass die DDR sich von der historischen Bühne verabschiedet?

Ich fühlte, es liegt etwas in der Luft. Allerdings wurde mir schon zwan...

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