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Essen macht Gewissen satt

Lebensmittelverteiler verhelfen zu einem ethischen Verhalten - es ist das Verhalten Bessergestellter

  • Von Rudolf Stumberger
  • Lesedauer: ca. 6.5 Min.

In dem utopischen Roman »Planet der Habenichtse« beschreibt Anfang der 1970er Jahre die US-amerikanische Autorin Ursula LeGuin eine anarchistisch-kommunistische Gesellschaft auf dem Planeten »Annares«. Das Leben dort ist karg, aber von weitgehender Gleichstellung der Menschen geprägt. Privatbesitz gibt es nicht und das Wort »haben« ist eher ein Schimpfwort. Man »hat« nicht, sondern man »teilt«. Rund 45 Jahre später ist die »Teile-Ökonomie« auch in Deutschland angekommen: Zumindest Bücher findet man schon in öffentlichen Buchregalen und Kleidung bei Tauschbörsen. Auch Lebensmittel sind kostenlos zu haben.

»Fairteiler« steht auf dem Blatt Papier, das mit Tesafilm an die Tür des Kühlschranks geklebt wurde. Darunter wird mit Hilfe von Strichmännchen erklärt, was man darf und was man zu lassen hat. »Nicht alles anfassen«, heißt es da, »Nicht alles mitnehmen« und »Zusammenhelfen«. Im Kühlschrank liegen ein paar grüne Salate und Kohlrabi...


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