Klimagipfel geschwänzt

Australien leidet unter schwerer Dürre / Viele Menschen nehmen der Regierung ihre zögerliche Umweltpolitik übel

  • Von Thomas Berger, Melbourne
  • Lesedauer: ca. 6.0 Min.

Denmark ist ein beschauliches Städtchen im Südwesten des fünften Kontinents. Gegründet 1895, gut 2500 Einwohner. Und bekannt dafür, der wahrscheinlich nasseste Ort in ganz Western Australia zu sein. Wer sich der Kleinstadt nähert, der sieht saftig grüne Wiesen, auf denen die Rinder grasen. Teiche sind gut gefüllt, Blumen blühen auf den Grünflächen an der zentralen Kreuzung. Ein Pelikan dreht neben den Enten im Denmark River seine Runden. Wer sich nur auf den flüchtigen Eindruck verlässt, der könnte meinen, alles wäre in Ordnung. Doch es ist etwas faul im Städtchen Dänemark, könnte man unter Bezug auf Hamlet sagen. Denn auch dieser Ort steht vor einem akuten Trinkwassermangel.

»Der äußere Schein trügt«, sagt Diane Harwood im Umweltzentrum, schräg gegenüber dem Rathaus. Dies ist keine neue Einrichtung, wie die Dame mit dem silbergrauen Haar erklärt. Schon 1987 gegründet - zu einer Zeit, da ökologische Themen bestenfalls am Rande Bea...


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