Konfessionspolitik und Hungerlöhne

Die libanesische Bevölkerung fordert mehr als den Sturz einer Regierung, die das Land wie ein Kartell regiert

  • Von Philip Malzahn
  • Lesedauer: ca. 7.0 Min.
Hisbollah-Anführer Hassan Nasrallah spricht am 11. November 2019, dem sogenannten »Tag der Märtyrer«, zu seinen Anhängern in Beirut.

Die wirtschaftliche Situation in Libanon ist seit Jahrzehnten bedrückend. Warum haben ausgerechnet jetzt die von der Regierungen vorgeschlagenen Sparmaßnahmen eine solche Protestwelle ausgelöst?

Große Teile der libanesischen Bevölkerung leiden seit Jahren unter sinkendem Lebensstandard. Zwischen 2010 und 2016 stagnierten oder sanken die Einkommen der ärmsten Haushalte. Die Arbeitslosigkeit unter den unter 35-Jährigen lag bei 37 Prozent. Zwischen 40 und 50 Prozent der libanesischen Einwohner hatten keinen Zugang zu Sozialhilfe. Zwischen 2005 und 2014 erzielten die reichsten ein Prozent, etwas mehr als 37 000 Menschen, 23 Prozent des Einkommens - ungefähr so viel wie die ärmsten 50 Prozent, mehr als 1,5 Millionen Menschen. Vor dem Hintergrund der von der Regierung vorgeschlagenen Sparmaßnahmen, der Erhebung einer neuen Steuer beispielsweise auf Telekommunikationsdienste, und einer sich immer weiter verschärfenden sozioökonomischen K...

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