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Überlebt

Markus Drescher über ein Rentensystem, das nicht mehr kann

  • Von Markus Drescher
  • Lesedauer: 1 Min.
Die Rente reicht für viele Menschen nicht zum Leben.
Die Rente reicht für viele Menschen nicht zum Leben.
Die Rente reicht für viele Menschen nicht zum Leben.
Die Rente reicht für viele Menschen nicht zum Leben.

Die Grundrente ist beschlossen, dieses kleine bisschen mehr Gerechtigkeit. Die einen sehen damit das Vertrauen in das Rentensystem ein Stück weit wiederhergestellt. Die anderen meinen, mit dem Kompromiss sei eine Abkehr vom bisherigen Sozialstaatsprinzip eingeleitet, oder sie sind dagegen, weil die Rente auch noch für die jungen Generationen finanzierbar bleiben müsse. Derlei Einlassungen werfen einige grundsätzliche Fragen auf.

Das Thema Altersarmut ist mit der Grundrente noch lange nicht vom Tisch. Die kleinen Verbesserungen für einige ändern nichts an der Situation vieler anderer. Wieso sollten diese nun Vertrauen in ein System fassen, das sie in Armut belässt? Wenn es das bisherige Sozialstaatsprinzip war, Ungerechtigkeiten aus Prinzipientreue zur Beitragsfinanzierung aufrechtzuerhalten und Bedürftigen nur das Allermindeste zu gewähren, ist es dann nicht höchste Zeit für ein anderes Prinzip? Eines, dessen oberste Prämisse ein Leben in Würde ist? Und wenn man bei jedem Reförmchen feststellen muss, dass das heutige Rentensystem eigentlich nicht zur künftigen Bevölkerungs- und Beschäftigtenstruktur passt, warum nicht das System ändern? Eine Antwort: Anstatt Überlebtes mit Flickschusterei leidlich am Leben zu halten, muss die Rente grundsätzlich neu gestaltet und finanziert werden - gerecht, vertrauens- und menschenwürdig.

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