Um nicht zu stagnieren

Thomas Braschs »Vor den Vätern sterben die Söhne«: Über ein wichtiges Buch, das nicht in der DDR erscheinen sollte

  • Von Tom Strohschneider
  • Lesedauer: ca. 6.0 Min.
Thomas Brasch im Jahr 1996

»Ich war ein junger Mann«, sagt der Alte zu Robert, »aber sie haben uns fertig gemacht. Als es keinen Sinn mehr hatte, sind wir über die Grenze gegangen. Es war nicht einfach, doch als es nicht weiterging, mussten wir über die Grenze.« - Gut, sagt Robert, »über welche Grenze kann ich gehen, wenn es keinen Sinn mehr hat?«

Thomas Braschs Erzählband »Vor den Vätern sterben die Söhne« verursacht ein Ziehen in der Brust. Auch heute noch, fast ein halbes Jahrhundert nach dem Erscheinen. Diese Unbedingtheit von Braschs Schreiben tut einfach weh, auch weil sie wie ein Kontrastmittel wirkt, das eine mögliche Idee von DDR von deren gelebter Realität abscheidet. Warum ist es so gelaufen, musste es so kommen?

Der Alte in Braschs »Fliegen im Gesicht« war im antifaschistischen Kampf über eine Grenze gegangen. Das Land, das unter der Fahne dieses Antifaschismus aufgebaut wurde, konnte ohne tödliche Grenze nicht überleben. Es war eine, die n...

Warum endet dieser Text denn jetzt schon? Mittendrin? Ich möchte den Artikel gerne weiterlesen!

Um den ganzen Artikel zu lesen, haben Sie folgende Möglichkeiten:


Haben Sie bereits ein Online- oder Kombi-Abo? Dann loggen Sie sich einfach ein. Wenn nicht, probieren Sie doch mal unser Digital-Mini-Abo:

Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Warum ist der Artikel so kurz?

Der Artikel ist in Wirklichkeit länger: 1333 Wörter (8906 Zeichen).

Wenn Sie ein entsprechendes Abo gewählt haben, können Sie sich einloggen und den ganzen Artikel lesen. Und auch alle anderen Artikel seit 1990.

Wir stellen einen großen Teil unseres Angebots im Internet gratis zur Verfügung. Damit das finanzierbar bleibt, ist es wichtig, das viele Leute trotzdem bereit sind, für das Angebot zu bezahlen.

Alle Abo-Angebote

Foto: Zeitung, Smartphone, iPad und eine Tasse Kaffee

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.