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Raketenangriffe auf Israel trotz Berichten über Waffenruhe

34 getötete Palästinenser durch israelische Luftangriffe nachdem Islamisten hunderte Raketen auf Israel abgefeuert hatten

  • Lesedauer: 2 Min.
Eine israelische Luftabwehrrakete bringt eine vermutlich aus dem Gazastreifen abgefeuerte Rakete zur Explosion.
Eine israelische Luftabwehrrakete bringt eine vermutlich aus dem Gazastreifen abgefeuerte Rakete zur Explosion.

Tel Aviv. Trotz offiziell unbestätigter Berichte über eine Waffenruhe zwischen Israel und der Extremistenorganisation Islamischer Dschihad hat es auch am Donnerstagmorgen weiter Raketenbeschuss auf Israel gegeben. Die Sirenen heulten nach Armeeangaben im Grenzgebiet. Die Zahl der getöteten Palästinenser im Gazastreifen durch israelische Luftangriffe stieg unterdessen auf 34. Die meisten davon waren nach palästinensischen Quellen militante Palästinenser.

Ein Sprecher von Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu wollte sich zu den Berichten über eine Waffenruhe zunächst nicht äußern. Der UN-Nahostgesandte Nikolai Mladenov rief auf Twitter alle Beteiligten zu »maximaler Zurückhaltung« auf. »Ägypten und die UN haben hart daran gearbeitet, um zu verhindern, dass die gefährlichste Eskalation in und um Gaza zu einem Krieg führt. Die kommenden Stunden und Tage werden entscheidend sein.«

Seit zwei Tage kommt es zu einer massiven Auseinandersetzung zwischen Israel und den militanten Palästinensern. Mehr als 360 Raketen wurden nach Israel abgefeuert. In Israel wie auch im Gazastreifen wurden jeweils Dutzende Menschen verletzt.

Die militanten Palästinenser reagierten mit dem Beschuss auf Israel auf die gezielte Tötung ihres Militärchefs Baha Abu Al Ata durch die israelische Luftwaffe. Auch seine Frau kam bei dem Angriff in der Nacht zu Dienstag ums Leben. Israel griff anschließend Dutzende Ziele des Islamischen Dschihad im Gazastreifen an. dpa/nd

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