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Wer braucht schon Avocados?

Anarcho-Amateurismus erster Güte: Der Songwriter Jeffrey Lewis spielt krachigen Indie-Folk-Rock

Seine Biografie liest sich szenetypisch: Aufgewachsen in der Lower East Side, Literaturstudium, Comic-Zeichner. Sein Milieu: die Bohemiens linker (Kultur-)Politik. Der Inhalt seiner Texte: depressiver Weltschmerz. Jeffrey Lewis ist ein Musensohn sämtlicher Feuilletonisten. Mit seinem heruntergekommenen Singer-Songwriting wird er in den 90er Jahren wesentlicher Teil der sogenannten Anti-Folk-Bewegung. Punk im niedlichen Kostüm sozusagen. Exakt das, was niemand braucht. Aber wer braucht schon Avocados oder Glitzersocken? Niemand, trotzdem sind sie ein Genuss und werden gerne konsumiert bzw. getragen.

Jeffrey Lewis’ neues Album bereitet mindestens ebenso viel Wonne. Sein Vorsatz, mit jeder neuen Platte auch einen neuen Namen für die Band zu erschaffen, gilt noch. Weiterhin wird er von treuen Musikerinnen und Musikern begleitet, dieses Mal nennt sich seine Band The Voltage. Aus dem einfachen Grund, dass Bands, deren Name mit einem »V«...


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