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Die zerstörerische Variante

Wie man sich in westdeutschen Wirtschaftskreisen im November 1989 den Umgang mit der DDR-Wirtschaft vorstellte

  • Von Jörg Roesler
  • Lesedauer: ca. 4.5 Min.

In der DDR brodelte es. Die Unzufriedenheit mit dem im Vergleich zu Westdeutschland niedrigeren Lebensstandard, mit der Planwirtschaft und den Herrschaftsstrukturen der SED führten ab September 1989 zu öffentlichen Protesten in Gestalt der Leipziger Montagsdemonstrationen. Darüber und über die Flucht Tausender von DDR-Bürgern über die bundesdeutschen Botschaften in Prag und Warschau in die Bundesrepublik berichteten die westdeutschen Medien ausführlich. Bonner Prominenz wurde interviewt, die Frage diskutiert: Wie soll es weitergehen mit der DDR? Und auch schon die Frage gestellt: Naht jetzt etwa die Stunde der deutschen Einheit?

Noch schwieg die Bundesregierung. Am 6. November, drei Tage bevor die Mauer fiel, meldete sich der AEG-Vorstandsvorsitzende Heinz Dürr im »Spiegel« zu Wort. Er äußerte sich in einem drei Seiten umfassenden Beitrag über »Chancen, die DDR-Wirtschaft zu modernisieren«, darüber, was man aus seiner Sicht dafür ...


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