Süßsaure Hilfe für Tadschikistan

Das zentralasiatische Land baut die Wirtschaftsbeziehungen mit China massiv aus. Das schafft neue Abhängigkeiten

  • Von Othmara Glas, Murgab
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Murgab ist ein trostloser Ort. Keine Stadt, die zum Verweilen einlädt. Die Straßen sind staubige Schotterpisten, der Basar besteht aus einigen rostigen Containern, der Handyempfang ist schlecht - sofern überhaupt vorhanden. Nachdem eine Flut 2015 den Staudamm des örtlichen Wasserkraftwerkes zerstört hatte, brach die Stromversorgung für die 7000 Einwohner komplett zusammen. Erst vor einigen Monaten konnte das Kraftwerk wieder in Betrieb genommen werden - mit deutscher Hilfe.

Murgab liegt in der ärmsten Region Tadschikistans, nahe der chinesischen Grenze, und steht exemplarisch für die Abhängigkeit des zentralasiatischen Landes von ausländischen Geldgebern. Die ehemalige Sowjetrepublik ist das drittärmste Land Asiens. Deutschland engagiert sich in dem Land seit Anfang der 90er Jahre. In den Jahren 2016 und 2017 flossen 33,5 Millionen Euro im Rahmen der bilateralen Entwicklungszusammenarbeit nach Tadschikistan. Zur Reparatur des Staudamms ...


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