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Kinderheim mit Zellen und Gittern

In Bad Freienwalde ist man uneins über ein Durchgangsheim der Jahre 1968 bis 1987

  • Von Andreas Fritsche
  • Lesedauer: ca. 4.0 Min.

Nach dem Zweiten Weltkrieg gab es in Ostdeutschland viele Kinder, die ihre Eltern verloren hatten. Heime wurden häufig in enteigneten Schlössern und Gutshäusern eingerichtet. So wohnten die Kinder im prächtigsten Gebäude des Ortes - und das blieb bis zum Ende der DDR so. Denn es wurden nur wenige Heime neu gebaut.

Es gab jedoch auch Kinderheime in alten Kasernen, und in Bad Freienwalde (Märkisch-Oderland) befand sich in den Jahren 1968 bis 1987 ein Durchgangsheim in einem alten Gefängnis, das für seine neue Bestimmung nicht umgebaut wurde. Die Kinder und Jugendlichen schliefen jeweils zu viert in einer Zelle, die sich von innen nicht öffnen ließ. Um nachts die Notdurft verrichten zu können, stand ein Kübel im Raum. Die kleinen Fenster blieben vergittert. Durch eine Mauer war das Areal abgeschottet. Eigentlich sollten die Kinder maximal 18 Tage hier bleiben, bis ein Heimplatz für sie gefunden war. Doch die Plätze waren knapp, und s...


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