»Dolmetschen ist eine Lebenshaltung und kein Beruf«

Caroline Elias übersetzt für Politiker, Aktivisten, Obdachlose und Architekten. Aber nicht für Neoliberale

  • Von Marion Bergermann
  • Lesedauer: ca. 6.0 Min.
Caroline Elias ist seit 15 Jahren Dolmetscherin und Übersetzerin für Französisch, Englisch und Deutsch. Sie dolmetscht bei Konferenzen, Treffen von Politiker*innen oder bei der Berlinale. Außerdem übersetzt sie Drehbücher und Untertitel. Zuvor arbeitete Elias als Journalistin und im Kulturbereich. Die 54-Jährige hat Literaturwissenschaft, Kunstgeschichte, Filmgeschichte und Politikwissenschaften studiert.

Sie dolmetschen bei Konferenzen simultan, also während die Redner*innen sprechen. Bei Versammlungen übertragen Sie zeitversetzt in den Sprechpausen, also konsekutiv. Was ist schwieriger?

Für Laien ist simultan schwieriger, für Profis konsekutiv. Bei simultan ist es das gleichzeitige Zuhören, Reden, sich selbst Zuhören, wenn nötig Nachjustieren. Dann noch das Pult in der Kabine bedienen. Weil wir auf den jeweiligen Kanal schalten, wenn die Leute vorne die Sprache wechseln und wir in die andere Richtung dolmetschen. Es sind zwölf Tätigkeiten, die parallel laufen. Bei Konsekutiv muss ich mir eine Riesenmenge merken, Notizen machen, bewusst den Stil treffen.

Sie arbeiten als Dolmetscherin und Übersetzerin für Deutsch, Französisch und Englisch. Ist man spezialisiert auf Bereiche, oder kann man alles abdecken?

Wir spezialisieren uns. Ich mache aktuelle Politik, Gesellschaft, Kultur, Kino, Medien, Ökologie, Wirtschaft und die s...

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