Häftling Hans braucht Hilfe

Bei Gefangenen mit besonderem Betreuungsbedarf gelten andere Rehabilitationsziele.

  • Von Andreas Boueke
  • Lesedauer: ca. 6.0 Min.

Der Häftling hätte nichts dagegen, wenn sein Name in der Zeitung stünde. Aber das sei keine gute Idee, meint der uniformierte Beamte, der mit im Raum sitzt. »Manchmal müssen wir unsere Inhaftierten vor sich selber schützen«, sagt Jörg Glang, Bereichsleiter im Vollzugsdienst. Also bekommt der junge Mann einen fiktiven Namen: Hans.

Hans ist 24 Jahre alt und seit knapp einem Jahr inhaftiert. Voraussichtlich muss er noch bis 2021 im Hafthaus Theenhausen bleiben, einer Außenstelle von Europas größter Einrichtung des offenen Strafvollzugs, der Justizvollzugsanstalt Senne bei Bielefeld. Das Personal ist auf die Inklusion von verhaltensauffälligen Straftätern spezialisiert. Jörg Glang kennt die Akte von Hans: »Bei ihm fing die Institutionalisierung schon in der Kindheit an, mit verschiedenen Jugendhilfeeinrichtungen. Außerdem hat er eine körperliche Einschränkung. Seine Voraussetzungen, das Leben zu meistern, waren von Beginn an schlecht....


Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.