Aktivist vom Oranienplatz soll 300 Euro zahlen

Das Verfahren gegen Adam Baher vor dem Berliner Landgericht wird gegen Auflage eingestellt

  • Von Claudia Krieg
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

»Der Oranienplatz ist nicht weg. Wir sind da«, sagt Adam Baher nach der knapp 20-minütigen Verhandlung am Dienstagnachmittag nüchtern und freundlich. Das Klageverfahren gegen ihn ist gerade eingestellt worden. Verurteilt wurde Baher zu einer einmaligen Zahlung von 300 Euro an den gemeinnützigen Verein Xenion, ein psychosoziales Behandlungszentrum für traumatisierte Geflüchtete sowie Opfer von Folter, Krieg und anderen schweren Menschenrechtsverletzungen.

Der Prozess am Amtsgericht Tiergarten ging schnell über die Bühne. Nur etwa die Hälfte der Besucher*innen passte in den vorgesehenen Gerichtssaal.

Unklar ist, warum überhaupt zum jetzigen Zeitpunkt Anklage erhoben wurde. Die Vorsitzende Richterin erklärt sich dies mit einer »schwierigen Namenssituation«. Eine Unterstützerin Adam Bahers vermutet, dass die Staatsanwaltschaft angesichts des Antrags auf Einbürgerung, den Baher vor fünf Monaten gestellt hat, auf die damals erhobenen Vorwürf...


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