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Umsteuern tut not

Uwe Kalbe über die wachsende Steuerlast in der gesetzlichen Rente

  • Von Uwe Kalbe
  • Lesedauer: 1 Min.

Wer sich im Alter auf seine Rente freut, sollte etwas genauer hinsehen. Grund sind unter anderem die progressiv wachsenden Steuern auf die Rente, die sich in den letzten zehn Jahren teilweise verfünffacht haben. Die Frage, ob man mit seiner Rente auskommt, ist deshalb mit einem Blick auf die regelmäßige Information der Deutschen Rentenversicherung noch nicht beantwortet. Doch der Steueraufwuchs folgte einem Urteil des Bundesverfassungsgerichts, das mit einer anderen Ungleichbehandlung aufräumte. Beamte zahlten Steuern auf ihre Pension, Rentner auf ihre Rente nicht.

Um eine Doppelbesteuerung zu verhindern, konnte der Gesetzgeber Rentenversicherungsbeiträge aus versteuertem Einkommen erheben, wenn die Rente steuerfrei bleiben sollte. Oder die Beiträge steuerfrei stellen und auf die Rente Steuern erheben. Der Überlegung folgend, dass Lohn und Gehalt höher ausfallen als die Rente, wurde die Rente besteuert - im Sinne der Versicherten. Denn: weniger Berechnungsbetrag, weniger Steuern. Über die Höhe des Steueranteils sagt das natürlich noch nichts, und der Verzicht auf jeden Steuergroschen fällt schwer, wenn die Einkünfte mit der Rente ohnehin gesunken sind. Das wirft nun die Grundfrage der Rentenungerechtigkeit auf: Die vor Jahren beschlossenen Abwertungen der Rente sind Grund zunehmender Altersarmut, nicht die Steuern. Sie gilt es zu korrigieren.

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