• Politik
  • Kasachische Außenpolitik

Balance halten zwischen Russland und China

Ein Gespräch mit dem ehemaligen Diplomaten Bulat Sultanow über die kasachische Außenpolitik

  • Von Felix Jaitner
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.
Sergej Lawrow (r), Außenminister von Russland, und Wang Yi, Außenminister von China, nehmen an einer Pressekonferenz teil.

In Kasachstan herrschte über 30 Jahre Präsident Nursultan Nasarbajew. Seit März ist sein Nachfolger Kasym-Schomart Tokajew im Amt. Was überwiegt seitdem: Veränderung oder Kontinuität?

Kasachstan und Zentralasien befinden sich in einem Dreieck zwischen Russland, China und der islamischen Welt. Die kasachische Regierung verfolgt deshalb eine multivektorale Außenpolitik, das heißt, es geht darum, gute Beziehungen mit allen Nachbarstaaten und Weltmächten zu unterhalten. Präsident Tokajew hat seine erste Auslandsreise nach Russland gemacht. Die zweite führte ihn nach Usbekistan, die dritte ging nach China. Und die vierte führt ihn vom 5. bis 6. Dezember nach Deutschland. Das bedeutet, dass er die Außenpolitik Nasarbajews fortsetzen wird.

Warum haben diese Länder eine so große Bedeutung für Kasachstan?

Die kasachische Regierung schätzt die Situation so ein, dass die wirtschaftliche und politische Entwicklung zunehmend von West...

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