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Kein »Volkswagen« für die AfD

VW wird seinen Schriftzug von der Halle abdecken, wo in Braunschweig der Bundesparteitag der Rechtsaußenpartei stattfinden wird

  • Lesedauer: 1 Min.
Die AfD droht: Millionen Wähler werden künftig keine VW-Autos mehr kaufen, weil der Konzern den Schriftzug
Die AfD droht: Millionen Wähler werden künftig keine VW-Autos mehr kaufen, weil der Konzern den Schriftzug "Volkswagen" beim Bundesparteitag in Braunschweig verdecken lassen wird.

Braunschweig. Während des Bundesparteitags der AfD in Braunschweig wird der Schriftzug »Volkswagen Halle« verdeckt sein. Auf Wunsch des Sponsors werde der Name »neutralisiert«, teilte ein Sprecher des Veranstaltungsortes am Mittwoch mit. Nach derzeitigem Plan der Betriebsgesellschaft sollen die Buchstaben dafür abgedeckt werden. Zunächst hatte das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) darüber berichtet.

Die AfD hält ihren Bundesparteitag vom 30. November bis 1. Dezember in Braunschweig ab. Die Belegschaftsvertretung von Volkswagen hatte im August erklärt, keine AfD-Versammlung in einer Halle zu dulden, die als »Volkswagen Halle« ersichtlich sei. Demnach unterstützt auch das Unternehmen diese Haltung und forderte den Betreiber der Halle auf, den Schriftzug unkenntlich zu machen.

AfD-Parteichef Jörg Meuthen sagte dem RND dazu: »Ich glaube nicht, dass das Unternehmen Volkswagen sich mit dieser peinlichen und der demokratischen Wettbewerbskultur hohnsprechenden Aktion einen Gefallen tut.« Etliche Tausend AfD-Mitglieder und Millionen AfD-Wähler würden das sorgsam wahrnehmen und dem Unternehmen VW künftig sicher weniger gewogen sein, womöglich auch bei Kaufentscheidungen über ein neues Auto. dpa/nd

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