Japanische Hautirritationen

Das Tätowierungen nicht immer Yakuza-Gangster verraten, müssen die Bäderbetreiber in Beppu erst lernen

  • Von Felix Lill, Tokio
  • Lesedauer: ca. 7.5 Min.
Koichi Sasaki: »Man muss auch an das Wohlbefinden der anderen Gäste denken.«

Wenn Yuuki Fukuda von Verzierungen unter der Haut hört, vergeht kein Wimpernschlag, bis er die Zeigefinger zu einem X kreuzt. Soll heißen: No-Go, Verbot. »Das tolerieren wir hier nicht«, erklärt der Mann mit kurzgeschorenem Haar in für japanische Art ziemlich deutlicher Wortwahl. Zu viel stecke dahinter, oder darunter, wenn sich jemand Botschaften und Muster auf den Körper stechen lasse. Ansonsten freue man sich hier über Kunden jeder Couleur, schließlich sei man ein Gasthaus und Bäderbetrieb. Aber Tätowierungen? Für Yuuki Fukuda sind das Kriegsbemalungen.

Das X für Tätowierte

In Yuuki Fukudas Heimatland gilt das X für Tätowierte als Bekenntnis, zur richtigen Seite zu gehören. Also zu denen, die transparent und gesetzestreu handeln, und nicht zur Yakuza, der japanischen Mafia. Yakuza-Mitglieder sind bekannt dafür, als Erkennungszeichen Tätowierungen zu tragen. So ist Japans offiziell saubere Geschäftswelt weltweit dafür berücht...

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