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Die verdammte Liebe dauert oder dauert nicht

Tomas Espedal folgt den Spuren Francesco Petrarcas.

  • Von Sabine Neubert
  • Lesedauer: ca. 4.0 Min.

Es ist vielleicht die schönste und vollendetste Liebesdichtung überhaupt, die ein Mann seiner Geliebten über den Tod hinaus gewidmet hat: Francesco Petrarcas »Canzoniere«, 366 Gesänge für seine gestorbene Laura, jedem einzelnen Tag eines Jahres vom 6. April bis zum 6. April des Folgejahres zugeordnet, »ein langes unvergleichliches Gespräch/ über das Wesen der Liebe«, schreibt Tomas Espedal. Wer einmal in Südfrankreich, in Avignon, im Tal der Vaucluse, auf dem Mont Ventoux (Ventoux - »der Windige«), war, hat wahrscheinlich selbst ganz unmittelbar, fast körperlich-fühlbar, erlebt und verstanden, dass nur hier im Wechsel dieser milden Luft und dem scharfen Mistral solche Liebesdichtung entstehen konnte. Tomas Espedal, der Ruhelose, immer wieder Reisende musste ja eines Tages diesen Quell ewiger Liebe und ewigen Leidens für sich entdecken und sich den Dichter zum Gesprächspartner machen - so wie er sich schon früher, besonders im Buch »Geh...


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