FDJ wurde privatisiert

Frankreichs Lottogesellschaft wurde an die Börse gebracht - Kritik an »Verschleuderung des Tafelsilbers«

  • Von Ralf Klingsieck, Paris
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Die Aktien der gerade erst privatisierten Lottogesellschaft Française des Jeux (FDJ) werden seit Donnerstag an der Pariser Börse gehandelt. Aus dem Einstandskurs von 19,90 Euro pro Aktie errechnete sich ein Wert des Unternehmens von 3,8 Milliarden Euro. Gleich am ersten Handelstag schnellte der FDJ-Kurs um 16 Prozent in die Höhe. Das konnten die rund 500 000 Franzosen, die vor Tagen durch die Privatisierung der Lottogesellschaft zu deren Kleinaktionären geworden sind, als Willkommenspräsent werten.

Zuvor hatte der Staat 50 Prozent der Anteile zum Verkauf angeboten. Er behält jetzt noch eine Sperrminorität von 20 Prozent. Der Großteil der angebotenen Staatsaktien war für Kleininvestoren reserviert, der Rest ging an Banken, Fonds und andere institutionelle Anleger. Wegen der großen Nachfrage mussten die Aktienverkäufe kontingentiert werden. Die Mindestkaufsumme war auf 200 Euro festgelegt. Wer weniger als 2000 Euro investieren wollte, be...


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