Trommeln für einen grundlegenden Wandel

In Kolumbien halten die Proteste gegen die Rechtsregierung Duque und das politische System an

  • Von Stephan Kroener, Bogotá, und David Graaff
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

»Wir wollen ein Ende der Gewalt und der Korruption. Wir werden weitermachen bis unsere Forderungen erfüllt sind, bis sie endlich auf uns hören.« Die Studentin Valentina Triana von der Privatuniversität Tadeo Lozano spricht aus, was viele in Kolumbien denken. Ihr Mundschutz hängt um ihren Hals und ihre Augen sind gerötet.

Am Wochenende zogen in mehreren Städten des Landes Demonstranten auf Kochtöpfen trommelnd durch die Straßen. So wollen sie auf soziale Missstände aufmerksam machen. Konkret richten sich die Proteste nicht nur gegen geplante Gesetze zur Reformen des Rentensystems und der Arbeitnehmerrechten, die anhaltenden Morde an Mitgliedern sozialer Bewegungen und lokalen politischen Akteuren oder die mangelnde Umsetzung der Friedensvereinbarungen mit der ehemaligen FARC-Guerilla. Es geht um eine allgemeine Unzufriedenheit mit der Regierung des konservativen Präsidenten Iván Duque und dem politischen System.

Immer wieder l...


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