Hochwasserschäden sind kein Naturereignis

Thüringen und Küstenländer sind laut einer aktuellen Studie gut auf Starkregenfälle vorbereitet

  • Von Hermannus Pfeiffer
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Das Bild wurde zum Symbol: Eine Familie hockt auf einer Mauer inmitten der tosenden Müglitz. Oberhalb thront Schloss Weesenstein auf seinem sicheren Felsen. 13 Stunden mussten die Menschen im überfluteten Tal südlich von Dresden ausharren, bis Rettung kam. Sintflutartiger Regen hatte im August 2002 zu einer Jahrhundertflut in Deutschland und Teilen Osteuropas geführt, die Städte zerstörte und Milliardenschäden verursachte. 2013 war schon wieder von einem »Jahrhunderthochwasser« die Rede - erneut traf es besonders Sachsen, Sachsen-Anhalt und Bayern.

Starkregen war lange ein unterschätztes Naturphänomen. Schließlich regnet es in Deutschland im Schnitt an gut 200 Tagen im Jahr. Beispielsweise in Hamburg wurden zuletzt in diesem Sommer einige Straßen und Keller überflutet. Dabei hatte der Senat bereits 2009 das Projekt RISA gestartet, seine Kanalisation ertüchtigt, Deiche erhöht und Flächen entsiegelt. »Aber auch das beste Kanalnetz s...

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