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Algerien fordert historisches Recht

Frankreich soll seine im Maghreb-Staat begangenen Kolonialverbrechen endlich anerkennen

  • Von Claudia Altmann, Algier
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Frankreich holt seine unrühmliche Kolonialgeschichte ein. Mit harten Worten hat Algeriens Minister für Moudjahidin - Kriegsveteranen des Befreiungskampfes gegen Frankreich - dieser Tage die Regierung der ehemaligen Kolonialmacht angegriffen: Sollte diese sich weiter weigern, die im Algerienkrieg begangenen Verbrechen anzuerkennen, werde Algerien dies vor internationalen Gerichten einklagen. »Wir werden alle juristischen Mittel nutzen, um unser historisches Recht durchzusetzen«, kündigte Tayeb Zitouni bei einer Konferenz zu Wochenbeginn im nordwestalgerischen Sidi Bel Abbès an.

Ab 1954 hatte die algerische Befreiungsfront FLN den bewaffneten Kampf um die Unabhängigkeit geführt, der mehr als eine Million Tote auf algerischer Seite gefordert und 1962 die 132 Jahre dauernde Kolonialherrschaft beendet hatte. Die Beziehungen zwischen beiden Ländern würden erst dann unbefangen sein, wenn die Erinnerungsakten aufgearbeitet sind. Das »Rumg...


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