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Von wegen Winterruhe! Es gibt immer noch etwas zu tun

Tipps im Dezember

  • Lesedauer: 4 Min.
Christrosen – eine Zierde im Wintergarten
Christrosen – eine Zierde im Wintergarten

Pampasgras überwintern

Das aus Südamerika stammende Pampasgras (Cortaderia selloana) ist aus seiner Heimat an vollsonnige, warme und trockene Standorte gewöhnt. Im Winter setzt ihm nicht nur die Kälte, sondern vor allem die Winternässe zu. Um Regenwasser vom empfindlichen Pampasgras-Innern fernzuhalten, bindet man die Horste schopfartig zusammen. Zudem wirken die Halme wie ein Zelt, das die Wärme im Inneren hält. In ausgesprochen kalten Regionen empfiehlt es sich, die Horste zusätzlich mit Nadelreisig einzupacken.

Schneebruch vorbeugen

Die Schneelast ist bei Sträuchern nicht zu unterschätzen. Rasch können über 20 Kilogramm Gewicht auf einem Strauch lasten. Die Folge sind Astbrüche. Gerade bei Strauch- pfingstrosen (Päonien) sind solche Schäden ärgerlich, denn sie wachsen sehr langsam. Zudem sind ihre Triebe bei Frost sehr brüchig. Vorbeugend empfiehlt sich daher ein lockeres Zusammenbinden der Äste mit einem dicken, nicht einschneidenden Bindfaden. Von den aufrecht stehenden Trieben rutscht der Schnee leichter ab. Außerdem stützen sie sich gegenseitig und können auf diese Weise ein höheres Gewicht tragen.

Barbara-Zweige

Am 4. Dezember, dem Gedenktag der Heiligen Barbara, werden Barbarazweige für die Vase geschnitten. Zweige von Obstbäumen oder Forsythien, Birke oder Haselnuss werden in der Wohnung in eine Vase mit Wasser gestellt. Durch die Zimmerwärme treiben die Zweige schnell aus und blühen über Weihnachten.

Wurzelausläufer von Flieder entfernen

Auf sandigen Böden bildet Flieder (Syringa vulgaris) oft viele Ausläufer. Unser Tipp: Beseitigen Sie diese möglichst noch im ersten Jahr - je stärker sie eingewurzelt sind, desto schwieriger wird es, sie zu entfernen. Stechen Sie dazu mit dem Spaten neben jedem Ausläufer tief in die Erde und hebeln Sie die Wurzeln leicht hoch, um sie zu lockern. Mit einem kräftigen Ruck ziehen Sie die Ausläufer anschließend aus der Erde heraus. Sie lassen sich am leichtesten lösen, wenn Sie sie zur Mutterpflanze hin abreißen.

Christrosen gießen

Die Christrose (Helleborus niger) öffnet meist kurz nach Weihnachten ihre Blüten. Die kalkliebende immergrüne Staude braucht während der Blütezeit mehr Feuchtigkeit als während der Vegetationsperiode. In trockenen Wintern sollten Sie die Staude daher vor und nach Frostperioden vorsorglich etwas gießen - vor allem, wenn sie im Wurzelbereich von Bäumen steht, da dort der Boden schneller austrocknet.

Strauchrosen vor Frostrissen schützen

Die langen Triebe der Strauchrosen können an kalten Wintertagen durch starke Sonneneinstrahlung geschädigt werden: Die Morgensonne erwärmt die Triebe einseitig, so dass sich die Rinde ausdehnt, während sie auf der sonnenabgewandten Seite noch gefroren ist. Durch die entstehenden Spannungen in der Rinde reißt sie dann häufig in Längsrichtung ein.

Es gibt jedoch eine sichere Methode, dieses zu verhindern: Formen Sie einfach aus Maschendraht einen Ring, legen Sie ihn um die Rose und füllen Sie anschließend das Innere mit Herbstlaub oder Stroh auf. Das Laub schattiert die Rosentriebe und sorgt durch Rotteprozesse außerdem für eine leicht erhöhte Temperatur im Innern des Laubkorbs.

Immergrüne vor Wintersonne schützen

Empfindliche immergrüne Gehölze wie die Glanzmispel (Photinia), Buchsbaum-Figuren und einige Rhododendron-Wildarten sollten Sie an sonnigen Standorten mit einem Vlies vor intensiver Wintersonne schützen. Sonst besteht die Gefahr der sogenannten Frosttrocknis: Die Blätter tauen auf und trocknen aus, weil aus den gefrorenen Trieben kein Wasser nachströmen kann.

Pflanzenschutzmittel aussortieren

Nicht zuletzt: Überprüfen Sie Ihren Bestand an Pflanzenschutzmitteln auf Vollständigkeit (Packungsbeilage) und Eignung. Alte, abgelaufene und nicht mehr zugelassene Produkte sowie deren Reste sind über Schadstoff-Sammelstellen zu entsorgen.

Einige biologische Pflanzenschutzmittel sind sehr temperaturempfindlich und sollten deshalb weder Frost noch großer Hitze ausgesetzt werden. Bei hohen Temperaturen können Präparate mit Bacillus thuringiensis wirkungslos werden, da die Bazillen absterben. Minusgrade können zum Beispiel bei Rapsöl-Präparaten zur Entmischung führen. In beiden Fällen ist das Mittel anschließend so gut wie unbrauchbar. nd

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