Das Licht geht an, und wieder aus, und wieder an, und wieder aus

Zwischen Euphorie und Grabgesang - die »Berliner Zeitung« und die Friedrichs.

  • Von Thomas Klatt
  • Lesedauer: ca. 5.5 Min.

Man kann jetzt schon sagen: Es ist das Medienereignis des Jahres 2019 in Deutschland. Im September verkaufte der Kölner Verlag DuMont den Berliner Verlag an das Ehepaar Holger und Silke Friedrich, mit »Berliner Zeitung«, »Berliner Kurier« nebst eigener Druckerei. Seitdem vergeht kaum ein Tag ohne neue Meldungen zu diesem Deal: Holger Friedrich war Stasi-IM, was aber nicht seine eigene, sondern eine andere Zeitung herausgefunden hat. Das Berliner Ehepaar ist in der Presse- und Medienwelt wie auch in der Verlagslandschaft völlig unbewandert - Friedrichs Antrittsessay im eigenen Blatt wurde als wirres Kauderwelsch bis heute nicht enträtselt, geschweige denn verstanden. Wie die Friedrichs nun wo genau ihr Geld verdienen, bleibt auch schleierhaft. Der Verdacht liegt aber nahe, dass Holger und Silke Friedrich ihre Blätter zu Werbeplattformen für eigene Firmen und Geschäftspartner umbauen wollen. Bleibt der Journalismus dabei auf der Strecke?

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