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Konsequenter gegen Hass

Claudia Krieg findet, Signale gegen Gewalt reichen nicht

  • Von Claudia Krieg
  • Lesedauer: 1 Min.
Der Regierende Bürgermeister Michael Müller (m., SPD) hisst zusammen mit der BVG-Vorstandsvorsitzenden Sigrid Evelyn Nikutta und LSVD-Landesgeschäftsführer Jörg Steinert (l.) die Regenbogenflagge am Berliner Rathaus.
Der Regierende Bürgermeister Michael Müller (m., SPD) hisst zusammen mit der BVG-Vorstandsvorsitzenden Sigrid Evelyn Nikutta und LSVD-Landesgeschäftsführer Jörg Steinert (l.) die Regenbogenflagge am Berliner Rathaus.

Flaggen werden gern gehisst in Berlin. Zur Pride Week wehen die Regenbogenflaggen an Polizeiautos und vor behördlichen Einrichtungen, es gibt landeseigene Flaggen, die »Signale aussenden« sollen gegen Gewalt gegen transgeschlechtliche Menschen und Frauen. Signale sind eine schöne Sache, wenn sie wahrgenommen werden und wenn sie eine Richtungsänderung angeben.

Doch eine Fahne tut niemandem weh, der im Netz und auf der Straße seinen Hass kundtut und anderen Menschen psychologisch und physisch Gewalt antut, weil sie nicht seiner menschenfeindlichen Vorstellung entsprechen. Nur eine konsequente Strafverfolgung und eine offene konfrontierende politische Haltung können anzeigen, dass die sich ausbreitende Gewalt nicht geduldet und ernstgenommen wird.

Zudem machen sich Behörden selbst immer wieder verdächtig, in den eigenen Reihen nicht für Aufklärung von diskriminierendem Verhalten zu sorgen. Damit bleiben sie unglaubhaft. Schulungen sind sicher ein Anfang. Sie können Einstellungsuntersuchungen und interne Ermittlungen aber nicht ersetzen.

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