Der romantische Geist steht vor Gericht

Beliebigkeit regiert die Bühne: Elfriede Jelinek altes Stück «Wolken.Heim» am Deutschen Theater in Berlin

  • Von Michael Wolf
  • Lesedauer: ca. 4.0 Min.
Alleingelassen wirkt das Ensemble in all den Posen. Eine Dramaturgie hat man ihm nicht mitgegeben.

Mitten in der City zwischen Staub und Straßenlärm / Wächst ne grüne Beule aus dem Stadtgedärm«, singt Lorena Handschin hoch oben auf dem Holzgestell. Seine Einzelteile hatte das Ensemble zuvor auf die Bühne geschleppt, später haben Bühnenarbeiter angepackt. Der Vergleich mit Sillys »Mont Klamott«, einem aus Kriegstrümmern aufgeschütteten Hügel im Berliner Volkspark Friedrichshain, hinkt zwar wie ein Kriegsversehrter - der Berg wirkt eher wie ein überdimensioniertes Tortenpodest -, aber Handschin lässt sich nicht beirren. »Lass sie ruhn, die Väter dieser Stadt / Die sind so tot seit Deutschlands Himmelfahrt / Die Mütter dieser Stadt hab’n den Berg zusamm’gekarrt«.

Es geht um Deutschland an diesem Abend. Martin Laberenz inszeniert Elfriede Jelineks »Wolken.Heim«. Der Text wurde 1988 am Schauspiel Bonn aufgeführt. Kurz vor der Wende vollzog Jelinek mit diesem Stück selbst eine solche, die sich als entscheidend für die Karriere der spätere...

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