Deutsche Geschäfte in Xinjiang

Großunternehmen wie VW und Siemens stehen wegen ihrer Aktivitäten in der westchinesischen Provinz in der Kritik

  • Von Fabian Kretschmer, Peking
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Auch mehrere deutsche Konzerne stehen derzeit in der Kritik wegen ihres Engagements in der westchinesischen Provinz Xinjiang. Bereits im Sommer hatte der China-Forscher Benjamin Haas für das Berliner MERICS-Institut in einer Studie ermittelt, dass rund die Hälfte der 150 größten Unternehmen der EU Geschäftsbeziehungen dort unterhalten. Wenig überraschend: Deutsche Firmen nehmen dabei eine besonders prominente Rolle ein, schließlich ist das deutsch-chinesische Handelsvolumen von 199,3 Milliarden Euro für das Jahr 2018 das mit Abstand größte im EU-Raum. Unter anderem Volkswagen und BASF unterhalten dort Produktionsanlagen. Besonders unter Erklärungsnot steht Siemens: Der Mischkonzern schloss 2014 ein Kooperationsabkommen mit der China Electronics Technology Group - einem Militärlieferanten, dessen Überwachungstechnologie laut der Nichtregierungsorganisation Human Rights Watch benutzt wird, um Uiguren auszuspionieren und letztlich auch zu...


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