Mexiko fürchtet US-Militärschläge

Trumps »Krieg gegen die Kartelle« rückt punktuelle Interventionen in den Bereich des Möglichen

  • Von Kathrin Zeiske, Ciudad Juárez
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Es ist eine gut gemeinte Geste: Der mexikanische Präsident Andrés Manuel López Obrador (AMLO) hat am 2. Dezember Angehörige der Opfer eines Terroranschlages im Nationalpalast empfangen. Der Staatschef sprach über zwei Stunden mit etwa 30 Familienmitgliedern über den Stand der Ermittlungen. »Ich glaube, der Wille ist da, aber ich persönlich fühle mich hilflos und der Präsident sagt, der Fall sei sehr schwierig«, sagte Adrián LeBaron nach dem Treffen der Zeitung »Reforma«. »Mehr kann ich nicht sagen, das wäre gefährlich für uns.«

Alles begann in einer Bergregion im Norden Mexikos. Neun Babys, Kinder und Frauen der US-mexikanischen Mormonenfamilie LeBaron wurden Anfang November in einem Massaker von Kartellangehörigen ermordet. US-Präsident Donald Trump rief zum »Krieg gegen die Drogenkartelle« auf. López Obrador wies eine Einmischung in die Souveränität seines Landes zurück, willigte aber in eine Aufklärung des Verbrechens mit Hilfe des F...


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