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Das große Warten in Exarchia

In Griechenland lief am Donnerstag ein Ultimatum der Regierung an Hausbesetzer ab

  • Von Anne Hahn und Frank Willmann, Athen
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Der Wind reißt vertrocknete Oleanderblätter mit sich und lässt die Markisen klappern, unten auf den schmalen Gehsteigen in Exarchia eilen Passanten durch den Nieselregen, drängen Mopeds, Taxis und Pkw die schmalen Straßen entlang. Die Polizisten rund ums Polytechnikum haben sich unter die Arkaden verzogen, wo sich vor den geschlossenen und bunt besprayten Rollläden Sperrmüll stapelt, Matratzen Obdachloser ihren Platz finden oder aus Pappkartons gebaute Katzenhäuser. Wenig deutet auf den nahenden Kriegszustand hin, den viele Einwohner am Freitag befürchten, nachdem das Ultimatum in der Nacht zu Donnerstag ausgelaufen ist. Ein Plakat mit einem vermummten, Schwimmbrille und Gasmaske tragenden Kopf lädt zum Training am Abend des 4. Dezember ein, dabei soll gelernt werden, sich vor Tränengas zu schützen.

Am 20. November hatte die Nea-Dimokratia-Regierung das Ultimatum verkündet, bis zum Ablauf des 4. Dezember müssten alle besetzten Häu...


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