Werbung

6000 Fälle sexueller Gewalt

Fahrdienstvermittler Uber veröffentlicht erstmals Zahlen zu Übergriffen

  • Lesedauer: 2 Min.

San Francisco. Dem Fahrdienstvermittler Uber sind in den Vereinigten Staaten in den Jahren 2017 und 2018 fast 6000 Fälle sexueller Gewalt von Fahrgästen, Fahrern oder Dritten gemeldet worden. Darunter seien 464 Vergewaltigungen, heißt es in dem am Donnerstag erstmals von dem Unternehmen veröffentlichten Sicherheitsbericht. Hinzu kamen demnach fast 600 versuchte Vergewaltigungen. Bei den anderen Übergriffen handelte es sich unter anderem um unerlaubte Berührungen oder Küsse.

Uber meldete zudem zehn tödliche Angriffe im Jahr 2017 und neun weitere 2018. Acht Todesopfer waren demnach Fahrgäste, sieben waren Fahrer und vier waren Zuschauer oder nicht direkt beteiligte.

Massenprotest gegen häusliche Gewalt - Allein in Paris gingen rund 100 000 Menschen für Frauenrechte auf die Straße

Die gemeldeten Fälle machten 0,00002 Prozent aller vermittelten Fahrten aus, erklärte Uber. Doch selbst wenn sie selten seien, bedeute jeder gemeldete Fall »eine sehr schmerzhafte Erfahrung«, räumte Uber ein. Selbst ein einzelner gemeldeter Fall sei »ein Fall zu viel«.

Es ist das erste Mal, dass Uber entsprechende Zahlen veröffentlicht. Der Fahrdienstvermittler und sein größter Konkurrent in den USA, Lyft, stehen zunehmend unter Druck. Die Zahl der Klagen von Frauen, die als Nutzerinnen der Fahrdienstvermittler Opfer sexueller Gewalt wurden, nimmt zu. Am Mittwoch reichten 20 Frauen in San Francisco Klage gegen Lyft ein, die in von Lyft vermittelten Fahrzeugen vergewaltigt oder sexuell attackiert wurden. 14 ähnliche Klagen waren bereits im September eingereicht worden. AFP/nd

Dieser Artikel ist wichtig! Sichere diesen Journalismus!

Als unabhängige linke Journalist*innen stellen wir unsere Artikel jeden Tag mehr als 25.000 digitalen Leser*innen bereit. Die meisten Artikel können Sie frei aufrufen, wir verzichten teilweise auf eine Bezahlschranke. Bereits jetzt zahlen 2.600 Digitalabonnent*innen und hunderte Online-Leser*innen.

Das ist gut, aber da geht noch mehr!

Helfen Sie mit, unseren Journalismus auch in Zukunft möglich zu machen und noch besser zu werden! Jetzt mit wenigen Klicks beitragen!  

Unterstützen über:
  • PayPal
  • Sofortüberweisung

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!