Diese Website verwendet Cookies. Wir können damit die Seitennutzung auswerten, um nutzungsbasiert redaktionelle Inhalte und Werbung anzuzeigen. Mit der Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Unsere Datenschutzhinweise.
  • Politik
  • Zwangssterilisierungen in Peru

Hoffnungsschimmer auf Gerechtigkeit

In Peru müssen sich Ex-Diktator Fujimori und seine Mitstreiter für Zwangssterilisierungen verantworten

  • Von Knut Henkel, Lima
  • Lesedauer: ca. 5.5 Min.
Die indigene Bevölkerung Perus stand im Fokus der Zwangssterilisierungen des repressiven staatlichen Geburtenkontrollprogramms Ende der 90er Jahre.

Victoria Vigo strahlt zufrieden. Mit dem Brief, der vor ihr auf dem Küchentisch liegt, hatte sie nicht gerechnet. »Am 9. Dezember wird der Staatsanwalt die Anklage verlesen. Endlich müssen sich Alberto Fujimori, die Gesundheitsminister der damaligen Zeit und weitere Politiker dafür verantworten, was sie uns angetan haben«, sagt sie mit fester Stimme. Die 55-jährige Peruanerin macht kein Hehl aus ihrer Genugtuung nach 23 Jahren des Beharrens, endlich einen Schritt weiter zu sein: nach mehreren Prozessen, unzähligen Demonstrationen und Treffen mit Anwälten sowie zahllosen Schreiben an die peruanischen Ermittlungsbehörden. »Das hier könnte der Durchbruch sein. Der erste Schritt, um Abertausenden Frauen, die das Gleiche wie ich oder Schlimmeres durchgemacht haben, endlich Gerechtigkeit wiederfahren zu lassen«, sagt sie mit bebender Stimme.

Victoria Vigo ist Opfer eines staatlichen Geburtenkontrollprogramms, wurde gegen ihren Willen 19...


Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.