Das Wunder von Schöneberg

Zwischen Straßenstrich und Galerienszene entsteht ein selbstverwaltetes Hausprojekt

  • Von Georg Sturm
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Dutzende Menschen strömten am Samstag in ein denkmalgeschütztes Gründerjahre-Mietshaus in der Kurmärkischen Straße im Norden von Berlin-Schöneberg. »Das ist ja wie bei einer Wohnungsbesichtigung«, scherzt einer der Besucher. Nicht weit von hier entfernt hatte erst vor zwei Wochen eben solch eine Besichtigung mit knapp 1800 Interessent*innen für Schlagzeilen gesorgt. Der Grund für den Ansturm hier ist jedoch ein anderer: In dem fünfstöckigen Gebäude entsteht das selbstorganisierte Hausprojekt »Kumi*13«, das sich mit einem Tag der offenen Tür erstmals der Nachbarschaft und interessierten Öffentlichkeit vorstellte.

Der Kiez im Norden Schönebergs zwischen Straßenstrich und Galerienszene ist von rasant steigenden Bodenpreisen und Verdrängung geprägt. Umso überraschender, dass es ausgerechnet dort einer Gruppe von 12 Personen gelungen ist, ein Mietshaus zu kaufen und in das »Mietshäuser Syndikat«, einem solidarischen Netzwerk von bundes...


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