Prorussische Entscheidung

Jirka Grahl hält den vierjährigen Dopingbann der WADA für richtig

  • Von Jirka Grahl
  • Lesedauer: 2 Min.

Die Welt-Antidopingbehörde WADA hat entschieden: Vier Jahre lang werden russische Athleten bei Olympia oder WM als neutrale Athleten antreten dürfen, aber nur, wenn sie nachweislich ungedopt sind. Richtig so!

Russlands Offizielle haben sich bis heute nicht eindeutig auf die Seite der sauberen Sportler gestellt. Nein, sie lamentieren weiter: Den jungen, unbefleckten russischen Athleten würde mit der WADA-Strafe besonderes Unrecht angetan! Doch das ist falsch, das Gegenteil ist der Fall: Russlands Antidoping-Agentur RUSADA und auch das Russische Olympische Komitee haben stets die Doper geschützt. Von 2012 bis 2015, indem Proben systematisch vernichtet wurden. Und in den Jahren danach, indem die Originaldaten erst gar nicht und später dann nur widerwillig und verspätet herausgerückt wurden. Hier wurde sich stets klar auf die Seite der Manipulierer gestellt anstatt auf die Seite jener, die ohne illegale Mittelchen um die Wette laufen, werfen oder schwimmen wollen. Zur Krönung wurde - das ergeben die Recherchen zweier verschiedener Datenforensikergruppen - sogar versucht, die dringend angeforderten Rohdaten vor der Übergabe an die WADA zu fälschen: Ist das Parteinahme für Unbescholtene? Nein, sie gilt Dopern und deren Strippenziehern.

Die WADA-Entscheidung, wenigstens neutrale Starter zu gestatten, war prorussisch - für die sauberen Athleten. Denn nach den neuen WADA-Standards wäre sogar ein Ausschluss aller Sportler möglich gewesen.

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