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Pekings Software-Patriotismus

Chinesische Behörden sollen im Computerbereich bis 2022 komplett auf einheimische Produkte umsteigen

  • Von Fabian Kretschmer, Peking
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

In den nächsten drei Jahren sollen die chinesischen Regierungsbüros frei von ausländischen Computern werden: Das Generalbüro des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei (KP) hat sämtliche Behörden und staatliche Institutionen angewiesen, künftig nur noch chinesische Soft- und Hardware zu benutzen.

Intern wurde die Richtlinie seit Anfang des Jahres als »3-5-2« kommuniziert, wie die »Financial Times« am Montag unter Berufung auf Cybersicherheits-Firmen berichtete. Bis 2020 sollen demnach 30 Prozent der ausländischen Computer und Software, 2021 zusätzliche 50 Prozent und 2022 schließlich die restlichen 20 Prozent ausgetauscht werden. Bereits vor drei Jahren hatte die KP ein Gesetz verabschiedet, das aus Angst vor Spionageangriffen »sichere und kontrollierbare« Technologie einfordert. Umgekehrt nehmen chinesische Hacker zunehmend ausländische Behörden ins Visier - auch in Europa.

Allein aufgrund der Dimension hat die neue Rege...


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