Werbung

Unten links

Spiel beim Spiel mit. Sei nicht die Randfigur. Such die Aufmerksamkeit. Und sei eitel. Vermeide den Gedanken. Labere alle voll. Sei larmoyant und selbstgerecht. Lass dich auf Gespräche ein und verachte dein Gegenüber. Prüfe, wie du dich wichtig machen kannst. Sieh Zeichen, wo keine sind. Sei ein Schwurbelkopf. Zeig deine Dichtereier, simuliere Gedankentiefe, sorge für Kitsch und betrachte einen jeden als Kretin. Schreib begeistert über das Rauschen der Blätter und das Bergblau der Heimat. Versuhrkampe ruhig. Vor allem sprich esoterischen Unsinn und tarne ihn als große Lebensphilosophie. Schreib von Blümchen und Vögelein. Und gönn dir den Heidegger. Vergiss nicht die Selbstinszenierung, stärke dein Ego, spiel den Empfindsamkeitskasper. Erfinde aufgeblasene Wörter wie »zerlachen« und »Eigenfarben«, um von den Feuilletons als Großpoet durchgewinkt zu werden, der du nicht bist, auch wenn das Rauschen des Zeitungswalds dir süß klingt. Glorifiziere die Dörfer. tbl

Dieser Artikel ist wichtig! Sichere diesen Journalismus!

Als unabhängige linke Journalist*innen stellen wir unsere Artikel jeden Tag mehr als 25.000 digitalen Leser*innen bereit. Die meisten Artikel können Sie frei aufrufen, wir verzichten teilweise auf eine Bezahlschranke. Bereits jetzt zahlen 2.600 Digitalabonnent*innen und hunderte Online-Leser*innen.

Das ist gut, aber da geht noch mehr!

Helfen Sie mit, unseren Journalismus auch in Zukunft möglich zu machen und noch besser zu werden! Jetzt mit wenigen Klicks beitragen!  

Unterstützen über:
  • PayPal
  • Sofortüberweisung

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!