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Wie viel Utopie darf es sein?

Alles, nur nicht zusammen: Plowdiw war ein Jahr lang Kulturhauptstadt Europas. Was hat das für den Ort bedeutet?

  • Von Samuela Nickel , Plowdiw
  • Lesedauer: ca. 10.5 Min.

Eine Galerie folgt auf einen Burgerladen und einen Club, daneben ein Café - schon ist man in der Falle. So heißt die Hipstergegend Plowdiws - »Kapana« auf Bulgarisch. Alles hier ist voll mit Graffiti, vor allem aber mit sogenannter Street-Art. Die Restaurants jedoch sind überwiegend leer. Jeder Laden ist winzig, eng und zweistöckig - mit schwindelerregenden Wendeltreppen. Früher war Kapana das Viertel der Handwerker, Schneider und Goldschmiede, die Gassen tragen noch immer deren Namen. Heutzutage hat das Viertel ein eigenes kleines Kunstfestival. Viele assoziieren den Balkan mit Fleisch, Schnaps, heteronormativen Familien und festgefahrenen Geschlechterrollen. In Kapana zeigt sich, dass besonders die junge Generation da definitiv andere Vorstellungen hat - es ist eine kleine Oase für alternative Lebenskonzepte. Aber solche Viertel wie Kapana bedeuten gleichzeitig auch: höhere Preise, sowohl für den Kaffee im Straßenbistro als auch für ...


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