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Das Seepferdchen-Abzeichen für Leben und Liebe

Warum ist Gertraud Klemms Roman »Hippocampus« nicht auf den Bestenlisten des Jahres?

  • Von Jasper Nicolaisen
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Literatur über Literatur, Romane über das Romaneschreiben, das ist für gewöhnlich die Domäne nicht mehr junger Großschriftsteller, die den eigenen Geniekult pflegen - wild ist der Westen, schwer ist der Beruf! Insofern handelt sich bei »Hippocampus« (lat. für Seepferdchen) von Gertraud Klemm vielleicht auch um eine feministische Aneignung.

Zum Glück fällt dieser Roman nicht in die Falle der Selbstbezüglichkeit, sondern nutzt den Literaturbetrieb mit seinen Ritualen um Long- und Shortlists, Preisen, Stipendien und nicht zuletzt seiner Erinnerungskultur als Bühne für etwas Größeres, nämlich eine Betrachtung von Frauen in einer spezifischen Berufswelt und ihren Möglichkeiten und Kämpfen darin.

Dass überhaupt das Schreiben hier als Beruf gezeichnet wird, hebt den Roman aus der Masse thematisch ähnlich gelagerter Werke heraus. Darüber hinaus findet der Roman aber auch einen eigenständigen Zugang zum Modethema Feminismus - was nich...


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