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Der Kopf ist voll: Alles muss raus!

Friederike Mayröcker 95

  • Von Claudia Schülke
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Die Wienerin Friederike Mayröcker lebt und webt in der Sprache. An diesem Freitag wird sie 95 Jahre alt. Sie ist beeinflusst von Gertrude Stein und Jacques Derrida und besessen von Worten: »Ich fühle mich nur am Leben, wenn ich schreibe«, sagte sie einmal der »Süddeutschen Zeitung«. »Seit ich 15 bin, explodiert es jeden Tag in mir. Mein Kopf ist so voll, und alles muss raus, ich kann nicht anders.«

In Wien 1924 als Tochter eines Schuldirektors und einer Puppenmacherin geboren, wuchs sie zunächst isoliert auf, weil sie als Kleinkind immer wieder lebensbedrohlich krank war. Nach dem Besuch einer kaufmännischen Wirtschaftsschule legte sie ein Externisten-Abitur ab und die Staatsprüfung für Englisch. Von 1946 an unterrichtete sie an einer Wiener Hauptschule, ließ sich aber 1969 beurlauben, um sich ganz dem Scheiben widmen zu können. Acht Jahre später wurde sie frühpensioniert.

Schon als 15-Jährige hat Friederike Mayröcker erste Gedichte verf...


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