Dafür ist Sex nicht unbedingt nötig

Von der »Kinderwunschbehandlung« bis zum Kind dreier Eltern.

  • Von Steffen Schmidt
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Einer der »Väter« der Pille, der 2015 verstorbene österreichisch-amerikanische Biochemiker Carl Djerassi, war sich kurz vor seinem Tod sicher, dass sich die Menschen in den Industrieländern bei der Fortpflanzung in nächster Zukunft von den Zwängen der Biologie befreien würden. Hatte die hormonelle Verhütung in den 1960er Jahren dafür gesorgt, dass der Geschlechtsverkehr nicht zwangsläufig zur Zeugung von Nachwuchs führt, so machte die Erfindung der künstlichen Befruchtung 1977 den Geschlechtsakt überflüssig.

Und tatsächlich nimmt die Zahl der durch künstliche Befruchtung gezeugten Kinder seither zu. Gegenüber 1990 verzehnfachte sich bis 2002 die Zahl der Kinderwunschbehandlungen in Deutschland und ist seither ziemlich konstant. Inzwischen sind hierzulande drei Prozent aller Neugeborenen in der Petrischale gezeugt. War das ganze ursprünglich eine Hilfe für Eltern, die wegen organischer Störungen keine Kinder bekommen konnten, nimmt...


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